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Betreuungsgeld ist der falsche Weg

Freitag, 11. November 2011


Die Liberalen Frauen Niedersachsen halten die Einführung eines Betreuungsgeldes für falsch. Der Versuch, Eltern mit finanziellen Anreizen dazu zu bewegen, auf einen Krippenplatz zu verzichten, ist weder gesellschafts- noch familienpolitisch positiv zu bewerten.

Mit dem Betreuungsgeld sollen die Eltern aber nicht nur dazu bewegt werden, für ihre Kinder auf einen Krippenplatz zu verzichten. Gleichzeitig werden damit auch finanzielle Anreize gesetzt, damit ein Elternteil – meist die Frau – nach der Geburt der Kinder zu Hause bleibt und auf einen schnellen Wiedereinstieg in den Beruf verzichtet.

Weitaus sinnvoller wäre es, die ohnehin knappen öffentlichen Gelder für einen flächendeckenden Ausbau von Betreuungsplätzen mit hohem Qualitätsstandard einzusetzen.
Das Ziel, bis zum Jahr 2013 für wenigstens ein Drittel der unter Dreijährigen ein Betreuungsangebot zu schaffen, kann trotz aller Anstrengungen von den meisten Kommunen nicht erreicht werden. Erst wenn die notwendigen Strukturen auf- und ausgebaut sind und ausreichend viele Betreuungsplätze garantiert werden können, haben Eltern eine wirkliche Freiheit, zu entscheiden, ob sie Familie und Beruf vereinbaren wollen.

Hillgriet Eilers

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